Herzlich Willkommen bei CARINGNET

CARINGNET  ist eine non-profit Initiative, ein Projekt

  •   von Betroffenen, Angehörigen, Therapeuten und Netzwerkern 

 

CARINGNET  soll als Ressource dienen für

  •    Menschen in psycho-spirituellen Krisen und deren Angehörige
  •    Therapeuten, Ärzte, Wissenschaftler, Seelsorger etc.  - kurz
  •    Menschen, die Menschen in Krisen unterstützen, therapieren oder begleiten

 

CARINGNET  will Forum sein für

  •    die Förderung von Verständnis und Bewusstheit für Krisen im spirituellen Umfeld,
  •    die Verbindung von Menschen, die praktischen Rat suchen oder anbieten,
  •    die verschiedenen Stimmen auf diesem Gebiet - Betroffene, Therapeuten, spirituelle Lehrer...                
  •    Therapeuten sein, die ihre spirituellen Kompetenzen erweitern wollen,
  •    eine spirituelle Bewegung, die ihre therapeutischen Möglichkeiten weiterentwickeln will.

Ursprung und Vision

Aus der Sicht der Betroffenen

 

Die Idee zu CARINGNET ist aus der persönlichen Erfahrung schwerer emotionaler Krisen heraus geboren, deren Ursprung  in spirituellen Öffnungen lag. Dies sind Situationen, in denen alle Beteiligten – ob Betroffene, Angehörige oder Therapeuten gleichermaßen -  große Hilflosigkeit, Angst und Orientierungslosigkeit erleben, wenn sie dem unvorbereitet gegenüber oder besser mittendrin stehen.

 

Eine psycho-spirituelle Krise in ihrer psychischen Dimension zu erkennen und konsequent zu behandeln, ist herausfordernd. Beispielsweise gilt es altes, traumatisches Erleben, welches im Zuge tiefer emotionaler Prozesse an die Oberfläche gespült wird, als solches adäquaten Raum zu geben. Eine einseitige spirituelle Interpretation kann dazu führen, die Krise zu verklären (spirituelles oder besser psychotherapeutisches bypassing). 

 

Das Geschehen in seiner spirituellen Dimension zu erkennen und adäquat zu begleiten, dürfte in unserem  Gesundheitswesen die große Ausnahme sein. Meist wird vor dem Hintergrund rationalen, naturwissen-schaftlichen Denkens mystisches oder subtiles Erleben und spirituelle Suche überhaupt als "Symptom" pathologisiert  (J. von Iljin s. Literatur). Für einen wesentlichen Aspekt des Heilungsprozesses fehlen dann Offenheit, Kenntnis und Erfahrung spiritueller Dimensionen.

 

Das Erscheinungsbild solcher Krisen ist sehr vielfältig (mehr hier.. ) - deren Unterscheidung entsprechend schwierig. Wie differenziere ich zwischen z.B. einer "echten" Psychose einerseits und einer spirituellen Krisen mit psychotischer Symptomatik und subtilem Erleben andererseits? Wo sind Grenzen, wo sind Übergänge fliessend? Für solche und andere Fragen benötigen wir in Zukunft mehr Ärzte, Psychologen und Therapeuten, die sich dem Thema "psycho-spirituelle Krise" widmen und spirituelle wie therapeutische Kompetenz in Diagnostik und Behandlung einbringen.

 

Schnelle Hilfe ist wesentlich, um den am Grunde der Krise liegenden individuellen Entwicklungsprozess zu begleiten, den Schatz, der in jeder spirituellen Öffnung liegt, zu bewahren.

 

Kompetente Hilfe zu finden, heißt Adressen und Informationen zur Verfügung zu haben. Damit dies schnell geschieht, braucht es etablierte Kontakte, kurze Wege und eingespielte Informationsflüsse, kurzum ein funktionierendes Netzwerk.


Aus der Sicht der spirituellen Gemeinschaft

 

Krisen unterschiedlichster Art und Heftigkeit sind nicht nur Teil eines individuellen, sondern auch unseres kollektiven spirituellen Weges. Man kann wohl anmerken, jede individuelle Krise hat auch eine kollektive Dimension  -  spirituelles "bypassing" als schneller Weg zum Erwachen ist ein Zeitphänomen. 

 

Für diese Krise müssen wir nicht in die Welt hinausblicken, diese Krise ist unter uns - und ihre Dunkelziffer ist hoch. Stigmatisierung, Scham und Unwissenheit - auch in spirituellen Kreisen - spielen auch hier eine große Rolle. Aufklärung tut Not, auch wenn dadurch zunächst Ängste geschürt werden mögen: es sind dies Ängste, denen wir uns ohnehin zu stellen haben - individuell wie kollektiv. 

 

Ethisch gesehen, ist dies eine Notwendigkeit. Ebenso wie in der Medizin kann nur der aufgeklärte Mensch selbstbestimmt handeln und entscheiden, welche Wege er beschreiten will.

 

Wir glauben, dass es wesentlich für unsere gemeinsame Kultur ist, uns dieser kollektiven Seite anzunehmen und als spirituelles Feld für den Einzelnen bereit zu stehen. Wir empfinden dies als Teil unseres Weges, präsent zu bleiben, hinzuschauen und mitzugehen - gerade wenn es am schwierigsten wird -  und damit den Ausweichbewegungen in Form von Stigmatisierung und Tabuisierung auch im postmodernen spirituellen Umfeld entgegenzusteuern. Im Gewahrsein für die eigenen inneren Resonanzen des Begleiters liegen Geschenke bereit.

 

Es ist an der Zeit als spirituelle Bewegung zu reifen, unter anderem den narzißtischen Schatten (s. Harald Walach - und Wolfram Kölling, Bücher) der Postmoderne zu überwinden.

" Das Hindernis ist der Weg"

    Zen-Sprichwort


Aus der Sicht der Therapeuten

 

In der Vernetzung liegt nicht nur für den Hilfesuchenden eine Chance, sondern auch für den/die TherapeutInnen, Ärzte, Institutionen etc.:

  •  es bedeutet nicht nur im Krisenfall, sondern auch in der alltäglichen Arbeit mit dem  Rückhalt eines Feldes arbeiten zu können.
  •  die Möglichkeit zur Selbstdarstellung auf dieser Plattform hilft Suchenden und Anbietenden leichter zueinander zu finden.
  •  es entsteht ein Ort für interne Kommunikation,  Austausch und Weiterentwicklung von  Kompetenzen. 

Wir tun all dies, indem wir

  • einen email- und ggf. auch telefonischen Erstkontakt anbieten und
  • allgemeine Informationen zu spirituellen Krisen zur Verfügung stellen,
  • Adressen von Therapeuten, Ärzten, Einrichtungen und
  • Informationen über lokale Ressourcen zusammentragen,
  • regionale Netzwerke initiieren und entwickeln,
  • Fortbildungen mit erfahrenen Therapeuten und Ex-Betroffenen vermitteln und
  • Öffentlichkeitsarbeit zu diesem Thema betreiben.

Für Feedback und Anregungen haben wir ein Gästebuch eingerichtet.